Informationen des statistischen Bundesamtes und des Kraftfahrt-Bundesamtes zeigen:
a)    Bei gleichzeitiger Verbesserung der Verkehrs-Infrastruktur hat sich der PKW-Bestand in Deutschland zwischen 1980 und 2010 fast verdoppelt, die Zahl der Motorräder aber mehr als verfünffacht.
b)    Etwa zeitgleich waren die jährlichen Todesraten mit PKW um den Faktor 4 rückläufig, mit Motorrädern nur um den Faktor 2,25.
c)    Auch die Todesraten von Mofa- und Fahrradfahrern sind in diesen 30 Jahren trotz steigender Nutzung signifikant gesunken – hier ist in den nächsten Jahren durch rasche Zunahme immer schnellerer E-Bikes mit einem gegenläufigen Trend zu rechnen.
d)    In Deutschland starben 2011 mehr als 1100 Zweiradfahrer im Straßenverkehr, weitere 400 bei diversen Sportarten wie Reiten, Klettern und Skilauf – die Zahl der „Schwerstverletzten“ mit oft lebenslangen Verletzungsfolgen liegt nach Hochrechnungen der Unfallforschung der Versicherer (UDV) jedes Jahr neu bei über 7000.

In Haus und Freizeit liegt die jährliche Todesrate allein der über 60-jährigen infolge von mehr als ½ Million Sturz-bedingter Verletzungen bei annähernd 12 000, die Zahl der „Schwerstverletzten“ bei über 60 000 – mit steigender Tendenz aufgrund der demographischen Entwicklung.

Senioren, Alte, Gebrechliche und  Kranke sind aber nicht nur im häuslichen Umfeld, sondern besonders in Akut- und Reha-Kliniken wie in ambulanten und stationären Pflege-Einrichtungen gefährdet; gleiches gilt aber auch für die wachsende Zahl Fettsüchtiger (BMI >30) - nicht nur durch Verlust der visuellen Schritt-Kontrolle, sondern durch fast immer vorhandene Begleit-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Früh-Arthrose und diabetische Neuropathie.
 
Die Zahl pflegebedürftiger Deutscher wird lt. „Pflegeheim-Rating-Report 2013“ von gegenwärtig 2,6 auf 3,3 Mio. in 2030 steigen. Zu diesen 2,6 Mio. Pflegebedürftigen müssen ca. 1 Mio. (5 % von 20 Mio.) Gang-unsichere stationäre Klinik- und Reha-Patienten sowie 9,8 Mio. fettsüchtige, meist multimorbide Personen (s.o.) addiert werden – in der Summe heute 13,4 Mio. Menschen, die an 365 Tagen im Jahr über 24 Stunden einem erhöhten Sturz- und Verletzungs-Risiko ausgesetzt sind.

Der private Sturz, zuhause oder auf der Straße, ist Teil des normalen Lebens-Risikos – zwar privat versicherbar, aber ohne Einwirkung Dritter nicht von öffentlichem Interesse.

In 2012 hat nach Sturz mit schwerer Verletzung jeder Ältere, Pflegebedürftige, Klinik- und Reha-Patient, aber auch multimorbide Fettsüchtige die zuständige Berufsgenossenschaft (Verwaltung), private Unfall- sowie gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung mit mittleren Fallkosten (s.u.: "Alterstraumatologie der 65- bis 85-Jährigen") von weit mehr als € 10 000,- belastet.

Legt man nur die o.g. Zahl von über 70 000 schwerst- u. tödlich verletzten über 60-jährigen im häuslichen Bereich zugrunde, so resultiert allein für diese Gruppe eine jährliche Kostenbelastung der Sozialsysteme von über € 700 Mio.
Milliarden-Investitionen in Verkehrs-Infrastruktur und Energie-absorbierende Fahrgast-Zellen (Knautschzonen) mit komplexen Rückhalte-Systemen (Sicherheitsgurt/Gurtstraffer/Airbag) bieten Insassen moderner PKW einen Schutz, der vor 30 Jahren kaum vorstellbaren war.

Außerhalb von Fahrgastzellen existiert jedoch weltweit kein nur annähernd vergleichbarer Schutz!

Protektoren und Airbag-Westen für Motorradfahrer und Reiter können allenfalls für niedrige Geschwindigkeiten mit „idealem“ Unfall-Szenario einen gewissen Basis-Schutz für Brustkorb und Brust-Wirbelsäule bieten – Schwerste Schädel-, Hirn-, Halswirbelsäulen-, Extremitäten- und Gelenk-Verletzungen bis hin zu Amputationen, Zerreißungen innerer Organe und lebenslange Querschnitts-Lähmungen sind mit solcher Ausrüstung nicht vermeidbar.
Selbst mit modernster Sensorik gesteuert, werden sie – weil nur begrenzt wirksam – dem meist komplexen Unfall-Verlauf, aber auch den überlebens-relevanten Anforderungen menschlicher Anatomie und Physiologie nicht gerecht.

Für die weit größere, rasch wachsende Gruppe der Senioren, Kranken, Pflegebedürftigen und Fettsüchtige existieren weltweit zwar zahlreiche Patent-Anmeldungen; bisher wurde jedoch kein Produkt entwickelt, das auch nur entfernt dem o.g. (zweifelhaften) Basis-Schutz nahe käme.
Als Antwort auf dieses offensichtliche „Vakuum“ wurde ein System entwickelt, das fast allen Sturz-gefährdeten Personen wirksamen Schutz vor schwersten Verletzungs-Folgen im privaten,  gewerblichen wie öffentlichen Raum der Gesellschaft bietet.
Wegen seiner humanitären und volkswirtschaftlichen Bedeutung liegen Forschungszweck und -ziel damit ohne jeden Zweifel im öffentlichen Interesse:

Forschungs-Ziel ist, zum Schutz aller Nutzer und zur Reduktion enormer Verletzungskosten ein allgemein akzeptiertes Schutz- und Rettungs-System mit vertretbarem Aufwand zeitnah zur Serienreife zu entwickeln, auf Effektivität und Funktions-Sicherheit zu prüfen und Lizenznehmern zur weltweiten Produktion und Vermarktung anzubieten.

Um die Dimension der möglichen Prävention nicht nur für Unfall-Versicherer abschätzen zu können, ist von folgenden Forschungs-Hypothesen auszugehen:
a)    Die im Dezember 2014 veröffentlichten System-Details basieren nicht auf einer fragwürdigen Hypothese, sondern auf einem natürlichen Prinzip, das in über 100 Mio. Jahren Evolution bis heute überlebt hat.
b)    Dessen Schutzwirkung für stürzende Fußgänger konnte inzwischen mithilfe eines einfachen Funktions-Prototypen (Video-dokumentiert) im Rahmen mehrerer Sturz-Simulationen nachgewiesen und, darauf basierend, in einer Computer-Animation die System-Funktion unter verschiedenen Sturz-Szenarien (Senior, Motorradfahrer, Arbeiter) demonstriert werden.
c)    Die Nutzer-gerechte (s.u.) Realisierung stellt eine zeitlich und finanziell überschaubare Herausforderung dar. Physikalisch-technische Hindernisse, die auch die Akzeptanz der künftigen Nutzer infrage stellen könnten, sind z. Zt. nicht erkennbar.
d)    Werden von o.g. 13,4 Mio. Personen nur 5 %, also 670 000, vor ernsthaften Verletzungsfolgen oder Unfall-Tod verschont, sind gesetzliche und private Kostenträger, Unfall- und Renten-Versicherungen um enorme Krankheits- und Folgekosten entlastet:
Bei mittleren Fallkosten in 2014 von über € 12 000,- läge die Kosten-Entlastung durch 100 vermiedene Schädel-, Schenkelhals-, Becken- und Wirbelfrakturen schon bei € 1,2 Millionen.
Für bundesweit 670 000 vermiedene schwerste, oft lebensbedrohliche Verletzungen ist mit eine Kosten-Reduktion um über € 8,04 Mrd. pro Jahr zu rechnen.
e)    Hierzu müßten im privaten Umfeld, aber auch in Kliniken und Pflege-Einrichtungen, Hochrisiko-Patienten mit ärztlich verordneter Schutz-Kleidung in passender Konfektionsgröße mit zeitgemäß-modischem Design versorgt sein, die konsequent und ggf. überwacht zum eigenen Schutz ganztags zu tragen wären.
In Groß-Serien produziert, ist von einem Stückpreis von ca. € 2000,- auszugehen.
Wenn deutschlandweit von 13.4 Mio. permanent Sturzgefährdeten 1/4 = 3,35 Mio. als Hochrisiko-Patienten einzuschätzen sind, ist für deren umfassende Versorgung innerhalb von ca. 5 Jahren mit einem Investitions-Volumen von € 6,7 Mrd. zu rechnen.
Einem Facharzt für Chirurgie und Orthopädie mit spezieller unfallchirurgischer Aus- und Weiterbildung u.a. an 2 führenden unfallchirurgischen Zentren der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung einschließlich aktiver Notarzt-Tätigkeit seit über 30 Jahren kann eine umfassende Erfahrung und Kenntnis von Unfall-Folgen und -Behandlung, aber auch von Trauma-Ursachen und -Verläufen unterstellt werden.

Auf dieser Basis erfolgte am 29.05.2013 die deutsche, am 30.05.2014 die EU-Patentanmeldung für das o.g. Schutz-System; der weltweite Patent-Schutz wird angestrebt.
Im Vorfeld hatte eine umfassende, internationale Patent-Recherche mit Freedom-to-operate-Analyse unter Mitarbeit eines erfahrenen Patent-Anwalts und eines Diplom-Ingenieurs (Sektionsleiter des Deutschen Erfinder-Verbandes) stattgefunden. Auch das Studium weltweiter Publikationen (u.a. Pubmed, Cochrane Review) ließ keinen Konflikt mit bereits veröffentlichten Schutzrechten erkennen.
Ingenieure und Techniker, die seit Jahren mit dem Thema Personen- und Verkehrs-Sicherheit vertraut sind, bestätigten darüber hinaus, daß die im Patent beschriebenen System-Details mit relativ geringem Aufwand aus heute bereits vorhandenen Technologien an folgende 3 Nutzer-Gruppen adaptiert werden können:
          A) Motorradfahrer, Ski-Rennläufer, Springreiter, Jockeys (ab ca. 25 km/h), Absturz von Arbeitern u. Monteuren
          B) Fahrradfahrer, E-Biker, Reiter, Kletterer, Wanderer, Sicherheitspersonal ( bis ca. 25 km/h)
          C) Gang-unsichere Senioren, Pflegebedürftige, Kranke / Fettsüchtige
Die zentrale Aufgabe des Arbeitsprogramms (Hauptzielgröße) besteht darin, für das zum Patent angemeldete Schutz- und Rettungssystem erste, funktionsfähige Prototypen für gangunsichere Fußgänger zu entwickeln, die – gering modifiziert – auch für Geschwindigkeiten bis max. 25 km/h tauglich wären.  
Da es sich hier um die weitaus größte Nutzergruppe handelt, ist mit dessen globaler Anwendung und Vermarktung die schnellste Kompensation der Investitionskosten – darüber hinaus auch umfassende Public Relation für das Gesamt-Konzept – zu erwarten.

Unter dieser technischen und ökonomischen Prämisse sind schon zu Projektbeginn auch die System-Komponenten (Nebenzielgrößen) auf Tauglichkeit zu untersuchen, die für Sturz-Dämpfung aus höherer Geschwindigkeit benötigt werden – mit dem Ziel, Nutzern wie Motorradfahrern, Skiläufern, Reitern, Monteuren u.a. baldmöglichst eine bisher kaum vorstellbare Überlebens-Chance bei einem Sturz zu bieten.

Als primäres, kurzfristig erreichbares Ziel (s.u.) ist die optimale Abstimmung der einzelnen System-Komponenten zu verstehen: Diese werden seit Jahren u.a. für den Automotiv-Bereich in Großserien produziert und sind für unterschiedliche Anwendungen in Kleinserien (z.B. Lawinen-Airbag) bereits modifiziert worden. Produkt-Anfragen für folgende Komponenten wurden in die Wege geleitet:

a) Kaltgas-Generatoren ohne Pyrotechnik ("better airbag") u. Gasdruckbehälter leichtester Bauart (CFK),
b) Protektor-Schalen aus CFK oder vergleichbaren Faserverbund-Werkstoffen,
c) AirPost-Folien, reißfest mit geringstem Volumen-Gewicht,
d) Sensorik zur Ablauf-bezogenen System-Aktivierung und –Steuerung („smart sensors“)
e) Textil-Auswahl zur Modul-Integration in Bekleidung üblicher Konfektionsgrößen

Die aus dem Airbag-Prinzip abgeleiteten Komponenten a) bis c) sind als leicht austauschbare Einheiten (GPAP-Module) in die jeweilige Schutzkleidung zu integrieren. Für die Komponenten d) und e) stehen zahlreiche Anbieter im In- und Ausland zur Verfügung – erste Kontakte wurden bereits geknüpft, um zeitnah mit Forschungs-Beginn aktiviert zu werden.

Die Einsatz-Kriterien geeigneter Komponenten, die für künftige Anwender selbstverständlich akzeptabel sein müssen, wurden bereits formuliert und können nach übereinstimmenden Aussagen kompetenter Ingenieure mit heutiger Technologie in max. 2 Jahren zu serienreifen Produkten entwickelt werden.
Schon im 1. Jahr kann mit dem genannten Forschungsaufwand (€ 2 Mio.) ein Erprobungs-Prototyp einsatzfähig sein, der mit konventionellen, noch pyrotechnisch aktivierbaren Gasgeneratoren nur an Dummies und Stuntmen zu testen ist.

Die nötigen Detail-Informationen incl. erforderlicher Prüf- und Test-Verfahren können im Rahmen einer Präsentation, ggf. unterstützt durch jeweilige Spezialisten, näher erläutert werden.

Ingenieure und Techniker, die über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung wesentlicher System-Komponenten verfügen, nannten den voraussichtlichen Zeit- und Kostenrahmen:

Der größte zeitliche (max. 2 Jahre), personelle und finanzielle (ca. €  2 Mio.) Forschungs-Aufwand – bedingt durch Material-Entwicklung u. -Tests – wird für die Entwicklung eines Moduls aus elektrisch aktivierbarem Kaltgas-Generator und hochdruckfester Composite-Gaskartusche und dessen Adaption in die Bekleidung beansprucht – hierin ist auch die Erstellung komplexer Algorithmen zur Steuerung und Aktivierung schon auf dem Markt befindlicher Smart Sensor Systeme enthalten.
Wesentliche Komponenten der o.g. "Better Airbag" Technologie wurden in Deutschland für den Automotiv-Bereich entwickelt und bereits erfolgreich getestet – der Patent-Geber hat Bereitschaft signalisiert, sich an den Adaptions-Kosten zu beteiligen, sobald adäquate Forschungsmittel bereitstehen.

Auch weitere Eigenleistungen und Kofinanzierungen durch öffentliche und private Institutionen, an Lizenznahme interessierte Unternehmen und privates Venture Capital wird von der Anerkennung des Projektes als förderwürdiges Forschungsvorhaben abhängen.
 
Die max. 2-jährige Entwicklungs-Zeit des Gasgenerator-Protektor-AirPost (GPAP) -Moduls wird durch den Forschungsleiter und weitere zu beteiligende Institute und Firmen genutzt, um auch die übrigen Komponenten nach physikalisch-technischen, aber auch ökonomischen wie ökologischen Aspekten für die sichere Integration in das Schutz-System auszuwählen.
Der hierfür erforderliche Material- und Prüfungs-Aufwand sollte € 1 Mio. nicht überschreiten.

Einem Lizenznehmer bietet das beschriebene Alleinstellungs-Merkmal die große Chance, ab Produktionsbeginn einen stetig wachsenden weltweiten Bedarf = Markt über vorhandene Vertriebswege anfangs konkurrenzlos auf- und ausbauen zu können. Das anfangs auf 2-3 Produktlinien begrenzte Investitionsrisiko für die unterschiedlichen Nutzer-Gruppen erscheint dagegen überschaubar.