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Kultur

Boehringer und die inklusive Kunst im Betriebsrestaurant

Im Betriebsrestaurant von Boehringer in Ingelheim wird inklusive Kunst präsentiert, die Vielfalt und kreative Ausdrucksformen zelebriert. Diese Initiative fördert das Bewusstsein für kulturelle Themen und den internen Dialog.

vonSophie Wagner24. Juni 20264 Min Lesezeit

In den letzten Wochen hat das Betriebsrestaurant von Boehringer Ingelheim in Ingelheim für Aufsehen gesorgt. Mit einer eindrucksvollen Ausstellung inklusive Kunst, die die Wände der Cafeteria ziert, haben die Verantwortlichen eine Plattform geschaffen, die sowohl ästhetisch ansprechend ist als auch den internen Dialog über Vielfalt und Inklusion anregt. Die Kunstwerke stammen von Künstlerinnen und Künstlern, die oft unterrepräsentiert sind, und bieten damit einen frischen Blick auf Themen, die in der Unternehmenswelt häufig vernachlässigt werden.

Die Entscheidung, inklusive Kunst im Betriebsrestaurant zu zeigen, spiegelt eine wachsende Sensibilität für kulturelle Themen wider. Leute, die sich mit der Materie auskennen, weisen darauf hin, dass Kunst in einem Unternehmensumfeld nicht nur zur ästhetischen Bereicherung beiträgt, sondern auch dazu dient, ein Bewusstsein für soziale Themen zu schaffen. In der oft als steril empfundenen Umgebung eines Büros kann Kunst eine menschliche Note hinzufügen. Sie erlaubt den Mitarbeitenden, über den Tellerrand zu schauen und Themen zu reflektieren, die ihnen vielleicht nicht täglich begegnen.

„Die Kunst ist nicht nur dazu da, um schön auszusehen“, sagen einige Insider. „Sie ist ein Werkzeug, um Gespräche zu fördern und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu erzeugen.“ Diese Sichtweise hat sich in den letzten Jahren in vielen Unternehmen breitgemacht, und Boehringer scheint hier keine Ausnahme zu sein. Die Ausstellung ist Teil einer breiteren Initiative, die Vielfalt und Inklusion auf allen Ebenen des Unternehmens zu unterstützen.

Die Kunstwerke selbst sind so vielfältig wie die Menschen, die sie geschaffen haben. Sie reichen von Malerei und Fotografie bis hin zu Skulpturen, die verschiedene kulturelle Hintergründe und Erfahrungen widerspiegeln. Aufmerksame Besucher können die subtilen, oft in den Alltag eingebetteten Geschichten entdecken, die hinter den Stücken stecken. Diese innere Verbundenheit mit den Werken ermöglicht es den Betrachtern, eine tiefere Beziehung zur Kunst zu entwickeln.

Boehringer hat sich zudem dem Konzept angenommen, dass Kunst nicht statisch sein sollte. Regelmäßige Rotationen der ausgestellten Werke sorgen dafür, dass sich die Ausstellung kontinuierlich verändert und immer wieder neue Perspektiven bietet. Künstlerinnen und Künstler haben die Möglichkeit, ihre Arbeiten einem breiteren Publikum zu präsentieren, und die Mitarbeitenden können ihre Eindrücke in den Dialog einbringen.

Die Reaktionen auf die Ausstellung sind gemischt, was durchaus zu erwarten war. Einige Mitarbeitende zeigen sich begeistert von der neuen Initiative, während andere der Meinung sind, dass Kunst in einem Betriebsrestaurant nur eine untergeordnete Rolle spielen sollte. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass die Ausstellung einen frischen Wind in die Cafeteria bringt. Die Wände, die einst kahl waren, haben nun eine neue Funktion: Sie regen zur Diskussion an, fördern die Kreativität und laden zu einem Austausch über wichtige gesellschaftliche Themen ein.

In Gesprächen mit Mitarbeitern wird deutlich, dass die Kunst nicht nur als Dekoration wahrgenommen wird. Immer wieder hört man, dass die Werke Fragen aufwerfen und zu Diskussionen über Inklusion und Vielfalt anregen. „Es ist interessant zu sehen, wie Kunst Menschen zusammenbringen kann“, beschreibt ein Mitarbeiter seine Empfindungen. Kunst schafft Verbindungen und kann, das wissen die Menschen in der Branche, bestimmte Themen ansprechen, die oft unter dem Radar fliegen.

Der verantwortliche Bereich für Kultur und Kommunikation bei Boehringer hat besondere darauf geachtet, dass die Künstlerinnen und Künstler, die in die Ausstellung aufgenommen wurden, nicht nur talentiert, sondern auch durch ihre persönlichen Geschichten inspirierend sind. Das schafft eine Authentizität, die in der Unternehmenskommunikation oft fehlt. Hier wird nicht nur eine schöne Kulisse geschaffen, sondern es wird auch eine tiefere Verbindung zur Kunst gefördert, die über ästhetische Anziehung hinausgeht.

Das Betriebsrestaurant hat sich in diesem Sinne zu einem Ort der Begegnung und des Dialogs entwickelt. Mitarbeiter, die sich während der Pausen eher zurückgezogen haben, finden nun Anlässe, sich auszutauschen und ihre Gedanken über die Kunst und die Themen, die sie ansprechen, zu teilen. Das hat nicht nur das Betriebsklima verbessert, sondern auch neue Netzwerke gebildet.

Kunst ist ein starkes Mittel, um Themen sichtbar zu machen, die sonst in der Flut des Arbeitsalltags untergehen könnten. Die Hamburger Künstlerin, die ein großes Gemälde zur Inklusion geschaffen hat, sagt, dass ihr Hauptanliegen sei, "die Sichtweise der Menschen zu verändern". Die Resonanz im Betriebsrestaurant von Boehringer zeigt, dass diese Initiative genau das tut.

Die Kunst im Betriebsrestaurant ist mehr als nur eine dekorative Maßnahme. Sie fördert das Zusammenkommen von Menschen, ihre Gespräche und ihr kreatives Denken. Einige beschreiben es als „Raum für Möglichkeiten“, wo jede Pause eine Chance ist, sich mit neuen Perspektiven auseinanderzusetzen. Es ist nicht länger nur ein Ort, um schnell eine Mahlzeit einzunehmen, sondern ein Raum für Reflexion und Inspiration.

Die Berichterstattung über diese Initiative hat auch außerhalb von Boehringer eine Welle der positiven Resonanz ausgelöst. Kunstschaffende und Kulturarbeiter, die über die Besonderheiten der Inklusivität in der Kunst sprechen, zeigen sich erfreut über diese Entwicklung in einem großen Unternehmen. Das Engagement von Boehringer wird als Beispiel dafür angesehen, wie Unternehmen kulturelle Verantwortung übernehmen können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die inklusive Kunst im Betriebsrestaurant von Boehringer nicht nur eine unterhaltsame Ablenkung während der Mittagspause bietet, sondern auch einen tiefen gesellschaftlichen Dialog fördert. Die Ausstellung ist ein klarer Ausdruck des Engagements des Unternehmens für soziale Themen und schafft gleichzeitig eine Verbindung zwischen Kunst und Arbeitsplatz, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine neue Perspektive auf die Vielfalt und den Wert menschlicher Erfahrungen eröffnet.

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